Wenn wir nur von allem so viel hätten wie von der Zeit!

Warum der Nachttischbuch-Verlag nicht nur auf die Uhr schaut ...

Es scheint wie ein Teufelskreis: Wir haben scheinbar immer weniger Zeit, aber viele klagen über Langeweile. Andererseits: Die Arbeit wird immer hektischer, aber Millionen können mit ihrem erzwungenen Müßiggang nichts anfangen. Und schließlich: Computer und andere Elektronik vereinfachen und beschleunigen das Alltagsleben - aber selbst einfache Verrichtungen dauern länger oder klappen nicht mehr so "wie früher".

Der Nachttischbuch-Verlag wird daher in lockerer Folge Bücher zur Zeit veröffentlichen. Sie sollen den ständigen Blick auf die Uhr ablenken auf die Zeit, die uns allen fehlt - und die alle haben, wenn wir nur wollen ...

Es ist noch nicht zu spät!

Es geht um die letzte Ressource unserer Uhr-Welt ...


Es gab Zeiten, da wollten die Fürsten nicht, dass ihre Untertanen die Uhr sahen. Heute gilt das allenfalls für Mobilfunkunternehmen. Sonst ist der stete Blick auf die Sekunde gefragt, was nicht sofort erledigt ist, wird noch in der Gegenwart zur Vergangenheit.

Über dieses Gefühl bleibt das Leben auf der Strecke. Immer mehr Menschen klagen über Stress. Die ehemals belächelte "Managerkrankheit" scheint zur Volksseuche geworden ...

Doch was sagt der Blick auf die Uhr - außer zu zeigen, wie wer tickt? In anstrengenden Seminaren zum "Zeitmanagement" oder antherapeutisierten Veranstaltungen zum "Lob der Langsamkeit" wird der Stress noch verstärkt: Es gilt als bloßes Problem der Machbarkeit oder der höheren Geisteshaltung wie mit der Zeit umgegangen wird.

Dabei geht es fast unbemerkt um die letzte noch nicht vollends geplünderte Ressource unserer Uhr-Welt ...

Warum ein Schwerpunkt zur Zeit?

Zeitgeiz ist nicht geil


Geiz ist nicht geil. Es plündert die Menschen aus, von denen wir glauben, ihre Zeit sei weniger wert als unsere - und wir wollen sie auf ihrer Kosten sparen.

Dabei wissen wir aus unserer Gesellschaft genau, dass Zeitgeiz überhaupt nicht geil ist. Im Alltag kostet die Hetze Nerven; im Betrieb bringt Zeitgeiz "Rationalisierungen". Er kostet  Arbeitsplätze. Schon bald werden die Menschen, die dann erst recht sparen müssen, wenn sie keine Arbeit haben, zu ähnlichen Bedingungen dastehen wie die, deren Zeit heute verschleudert wird ...

Der Nachttischbuch-Verlag wird daher in seinem Schwerpunktthema Zeit immer wieder nicht auf die Uhr, sondern auf die Zeitläufte schauen, um rechtzeitig zu warnen. Es ist noch nicht zu spät! Allerdings nur für den, der nicht mehr auf die Uhr schaut wie das Kaninchen auf die Schlange.

Als erster Band des Schwerpunkthemas Zeit erschien der Essay Die Non-Stop-Gesellschaft - Blitzkrieg gegen sich selbst von Rainer B. Jogschies. Er zeigt die Wandlung des Zeitverständnisses und auch die Bedeutung der Zeit für das Selbst und die Gesellschaft. Das Buch können Sie hier bestellen.

Darüber hinaus wurden praktischen Perspektiven angedeutet. Diese werden in einem Nachfolgeband gegen Ende 2014 vertieft.
zum Seitenanfang | eine Seite zurück | Print-Version anzeigen