Nun mal schön der Reihe nach? Und dann?

Der Nachttischbuch-Verlag plant Schwerpunkte


Auch wenn der Nachttischbuch-Verlag noch jung ist (und es bleiben will) ...


Auch wenn wir uns der schnellen Förderung einzelner Autoren verschrieben haben, die in anderen Verlagen oft zu kurz kommt (und bei uns mit den sparsamen Mitteln auch etwas länger dauern wird): Gleichwohl, wir denken über den Tag hinaus! Es soll mehr in diesem Verlag geben und entstehen als der Einzelne anderen mitteilen kann. Das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Einzelteile.


Deshalb haben wir beispielsweise eine medien-kritische Reihe geplant: Die Hermes´ Wege. Man muss ja wissen, was man heutzutage überhaupt noch mitteilen kann. Denn die Medien arbeiten tendenziell an ihrer Selbstentwertung. Deshalb haben wir ja einen Verlag mit Bordmitteln gegründet - weil andere Verlage längst nur noch betriebswirtschaftliche Unternehmen sind wie eine Wurstfabrik auch.


Zum anderen haben wir von Anfang an mit Autoren über einen Schwerpunkt für die kommenden Jahre geredet, nämlich unseren Umgang mit der Zeit. Es wird bereits an Manuskripten gearbeitet, die keine Eintagsbücher abgeben sollen (wie sie beim Trend- und Ratgeber-Genre leider üblich geworden sind).

 

Zum Dritten werden wir in lockerer Reihenfolge Bücher (wieder)veröffentlichen, die im Internet nachgefragt werden, aber aus dem Buchhandel über lange Jahre verschwunden waren oder einer Aktualisierung bedurften. In der  Reihe |: Reprints werden wir Archiv-Titel wieder verfügbar machen, jeweils sanft ergänzt oder redigiert.


Auf diesen Seiten werden Sie demnächst erfahren, was denn da vorbereitet wird. Oder Sie können diese Hinweise zum Anlass nehmen, uns zu kontakten und weitere Ideen anzuregen.


Unten finden Sie dazu ein elektronisches Formular - auch wieder so eine modische Sache!



Nachttischbuch-Logo, entwickelt von VANDAM, Berlin
Und was liegt auf Ihrem Nachttisch?

Hermes´ Wege

Die medien-kritische Reihe


Weil die Medien immer mehr unseren Alltag einnehmen, werden Journalisten, Politologie und Kunsthistoriker in lockerer Reihenfolge den Weg durch den Dschungel bahnen. Die Reihe "Hermes' Wege", benannt nach dem griechischen Götterboten, soll gute und schlechte Nachrichten analysieren, nach der Wahrheit hinter all den Schlagzeilen fragen und mehr als Talkshows sprechen lassen.

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Archivbild, von Nachttischbuch-Verlag bearbeitet
Kurt Tucholsky
Im Nachttischbuch-Verlag denken wir dabei gern an Kurt Tucholsky.
In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte Kurt Tucholsky für den Journalismus sozusagen bereits einen praktischen Feldversuch geleistet, indem er sich immer wieder als schreibenden Leser anbot, nicht nur sobald er die Bücher besprach, die auf seinem Nachttisch der Lektüre harrten.
Kurt Tucholsky griff mit seinem Schreiben ins Tagesgeschehen ein, wo er konnte und mochte. Seine Texte waren zwar einerseits nach den heute noch gängigen Kriterien des Journalismus beispielsweise als Kommentar, als Glosse oder Buchbesprechung zu kategorisieren. Doch hatten sie mitnichten diese alltägliche Bedeutung, die für den Leser eher Dienstleistung als Orientierung bietet, sondern gingen über diese vermeintlich sachgerechte Funktion bei weitem hinaus.
Tucholsky schrieb nicht wie es im Journalismus üblich war (und leider oft nicht mehr ist) trocken und nicht fiktional, so dass man einen Blick auf die sozialen Zustände gespiegelt bekam – denn seine immense Produktivität nutzte die Möglichkeiten des Mediums Zeitung in seiner Ambivalenz, er hob in seinen Texten die gesetzten Grenzen so sanft wie nebenher auf, die bloß noch "Neuigkeit" an die Stelle von "Erfahrung" zu setzen versuchen oder "Sensation" an die Stelle von "Gewissheit", oder "Schlagzeile" an die Stelle von "Sinn". Das mögen unzureichende, weil scheinbar nicht komplementäre und deshalb ungeeignete Gegensatzpaare sein – doch ist es die intuitive Orientierung eines Schreibers, die nicht länger nur "Erzähler" beispielsweise im klassischen oder Benjamin´schen Sinne sein mag und doch noch nicht weiß, wie er es überhaupt noch sein kann...

Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010, demnächst auch mit eigener website zum Thema Stress
Schwerpunktthema Zeit

Schwerpunkt Zeit

Lesen, was die Stunde geschlagen hat


Stress und Zeitverschwendung stehen sich in den westlichen Gesellschaft oft unmittelbar und zugleich unversöhnlich gegenüber. Millionen Menschen leiden unter wörtlichen Zeitkrankheiten.

Und die Hetze wird in den kommenden Jahrzehnten wohl noch zunehmen, obwohl die Tage nicht länger werden.

Der Nachttischbuch-Verlag wird sich mit langem Atem des Themas Zeit annehmen. Immer wieder soll die Zeit als unser Weggefährte und bester Freund aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Denn wir haben nichts anderes im Leben als begrenzte Zeit ...

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Reihe Reprints, Bd. 2, Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010
Im Internet nachgefragter Longseller: "Wo, bitte, geht ´s zu meinem Bunker?" (Taschenbuchausgabe 1988)

Reihe |: Reprints

Lesen, was zu lange aus den Buchhandlungen verschwunden war


Einige Bücher sind scheinbar zeitlos. Man kann sie auch nach fünf, zehn oder fünfundzwanzig Jahren immer wieder lesen.

Doch oft meinen Buchhändler oder Leser, es sei zu spät für ein Thema - oder gar zu früh. Dann verschwinden Bücher aus den Regalen und tauchen allenfalls im Internet wieder auf.

Der Nachttischbuch-Verlag wird sich solcher Titel annehmen und sie nicht nur nachdrucken, sondern sanft für die Lektüre aufbereiten, also aktualisieren oder beispielsweise mit Material im Internet begleiten.

Wenn Sie Vorschläge für eine Wiederveröffentlichung haben, wenden Sie sich bitte per Mail an uns: info[at]nachttischbuch.de

Wir freuen uns, wenn Sie uns wiederlesen! ...

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