Und was, bitte, liegt denn auf Ihrem Nachttisch?

NACHTTISCHBUCH-VERLAG: Stets neu - für Leser/innen und Autor(inn)en. Auch nach einem Jahrzehnt!

 

Bücher sind Vertrauenssache. Man muss sie sich und anderen zutrauen - dann machen sie Spaß und sind ein Gewinn für alle.
 
HIER STELLT SICH IHNEN EIN VERGLEICHSWEISE NEUER VERLAG VOR - mit  achtzehn Buchtiteln in knapp zehn Jahren: Büchern, die als Projekte bei anderen Verlagen vermutlich nicht auf genügend Zuneigung gestoßen wären.


Wir stellen Ihnen diese Autorinnen und Autoren hingegen gerne vor, geben Ihnen kostenlose Leseproben und etwas zu hören.


Sie können sich  ein Buch oder auch mehrere Bücher bequem Schritt für Schritt bestellen - in unserem für Sie eigens eingerichteten Nachttischbuch-Onlineshop. Gleich links oben auf allen Seiten ist der link, ja genau! - der Button, an dem sinnigerweise "Nachttischbuch Onlineshop" steht!


Wir senden Ihnen umgehend porto- und versandkostenfrei und möglichst das zu, was Sie wünschen.


Oder Sie schreiben uns. Auf den Service-Seiten finden Sie einen fertigen Kontakt-Bogen mit verschiedenen Angeboten, die Sie sich zusammenstellen - einfach anklicken und schon geht die Post ab. Der Verlag und die Autoren freuen sich über jede Rückmeldung. Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht weiter.


Oder Sie gehen einfach in die Buchhandlung Ihres Vertrauens und bestellen dort ein Buch, denn nur wenige Buchhandlungen haben unsere Titel vorrätig. Es beliefert Sie der LIBRI-Vertrieb schnell.


Alles andere dauert vermutlich etwas länger, ist uns aber genauso willkommen.


 


Was ist neu an diesem Verlag?

Für Leser? Und für Autoren?

 

Der Nachttischbuch-Verlag wurde in 2002 von Buchfreunden gegründet. 2001 Geschichten waren da schon vergangen - nicht in einer Nacht zu erzählen, nicht in einem Jahr zu erleben.

Die Zeit ist die Geschichte. Sie erzählt uns mehr als wir zuhören. Manche werden dann schnell vergessen. Oder sie sind gar nicht erst hinter den täglichen Schlagzeilen oder dem Geschwätz entdeckt worden. Die Geschichten sind damit allerdings nicht zu Ende geträumt oder gedacht, sie sind nicht vergangen. Manche fangen gerade erst an.

Einige sind auch längst noch nicht in den vielen Büchern erzählt worden, die erschienen sind. Viele sind bereits erzählt worden, weshalb einige Verlage nur an ihre Erfolge anknüpfen wollten - oder sie in zahlreichen Abwandlungen weitererzählen.

Aber welche Geschichten passen nicht mehr in die Verlage? Die, die keinen "Erfolg" hatten? Oder die, von denen man dort glaubt, dass sie nie einen haben werden?

Es ist schwer zu sagen. Aber am eigenen Nachttisch wäre es vielleicht am besten nachzulesen? Wenn sich ein Lektorat nur traute - aber so weit kommt es oft gar nicht mehr ...

Der Nachttischbuch-Verlag wird sich immer wieder auf solche Geschichten einlassen, die sonst unerzählt blieben. Deshalb werden im Nachttischbuch-Verlag sowohl Romane und Kurzgeschichten sowie Märchen erscheinen als auch gleichermaßen Medien-Geschichten, Reportagen und Reiseerzählungen, ungedrehte Film-Bücher und unaufgeführte Theaterstücke - Texte aus der Nähe und der Ferne, Ersponnenes und Dokumentierendes.

Uns interessieren keine "Trends" oder "Zielgruppen". Uns ist der Leser allein als Leser wichtig und die Autorin oder der Autor mit dem, was sie schreiben. Keine Eitelkeiten, kein Hype für ein paar Tage. Unsere Bücher sollen lange im Handel bleiben und nicht sofort verschwinden, wenn im Lager Platz für angeblich "Neues" gemacht werden muss.

Platz genug muss nur auf dem Nachttisch sein.
Und welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?



Im Nachttischbuch-Verlag erschienen von Paul Heinrich "inne halten" (140 Seiten zu 14,80 Euro, Erstausgabe Berlin 2008, Copyright © Nachttischbuch ISBN 9-783-937550-10-7) und "tellerandwärts" (120 Seiten zu 14,80 Euro; Erstausgabe Berlin 2009; Copyright © Nachttischbuch ISBN: 3-937550-14-3, ISBN-13: 978-3-937550-14-5)
Paul Heinrich, 2009

Was ist noch neu in diesem Verlag?

Für Leser? Und von welchen Autoren?



Ab 2004 erschienen die ersten Bücher im Nachttischbuch-Verlag, zunächst die wunderbaren Alltagserzählungen der kongenialen Hamburger Malerin Ina Bruchlos (NENNT MICH NICHT POLKE! sowie MITTWOCHSKARTOFFELN) und auch die herrlichen Balladen des Theater- und Fernseh-Schauspielers Michael Hasenfuß mit der schönen Titel  (SCHRABBELGEREIMTE BALLADEN VOM SCHEITERN), der von der Alster nach Zürich auswanderte.
Als Lektor hatte sie bei ihren ersten Büchern der Hamburger Journalist und Autor Rainer Jogschies ermutigt und begleitet, der seinerseits zunächst einen satirischen, aber leider überaus realistischen Roman über die Buch-Branche aus einer seiner Schubladen (DER BUCHMESSER) holte. Späterhin steuerte er seinen Essay (DIE NON-STOP-GESELLSCHAFT) und eine nach dem "11.9." zusammengestellte Reportagensammlung aus drei Jahrzehnten (NIRWANA DER NICHTSE) bei, die in einem zusammenfassenden Essay die vorherrschende "Medienökonomie" kritisiert.

In 2007 konnte aus vielen Gründen kein neues Buch erscheinen.

Doch in 2008 war es dann überraschend anders.

  • Gleich zum Jahresbeginn erschien das lyrische Debüt INNE HALTEN von Paul Heinrich. Seine dichterische Kraft und Komposition nehmen den Atem, doch sie machen nicht atemlos. Es ist in wohl gesetzten Worten ein Innehalten - eine Herausforderung für Leser, Texte wieder mit Sinnlichkeit und Sentiment entdecken zu können.
  • Ab Ende März stellten sich die Bonner Norbert Gräf mit ausgezeichneten Cartoons und Franz Christoph Schiermeyer mit sprachlichen Spitzenleistungen vor - "Aphorillustrationen" hieß verlagsintern die bisher kaum gewagte Kombination aus aktuellen Karikaturen, Montagen und Miniaturen und trefflichen Aphorismen. Die Premiere Debüt BITTE WENDEN! nimmt sich selbst so ernst wie die Inhalte: Die Leser des Buches werden video-überwacht, sie folgen inhaltlich - wie es sich aktuell gehört - "Zeitfenstern" und "Rahmenbedingungen".
  • Im Juni veröffentlichte der virtuose Jazzgitarrist Roland T. Prakken seine amüsante Geschichte aus dem Musikerleben: Das Autoren-Debüt TREULOSE TOMATE IST NICHT MEIN GEMÜSE!. Die Road-Story handelt von der Weltmusikband "Style Bandits", die durch die deutsche Provinz tourt. Dabei trifft sie nicht nur auf die irrwitzigsten Typen, sondern vor allem immer wieder auf die eigene Vergangenheit, die gemeinsamen Jahre mit dem ambitionierten Blasmusiker Hans Munk, der gerade das Metier verlassen und ein Erfolgsbuch veröffentlicht hat ... Ein musikalischer Schlüsselroman in Dur und Moll, vor allem aber mit Paukenschlägen und feinnervigem Witz.

In 2009, im fünften Jahr des Verlages, wurde Begonnenes behutsam weitergeführt und mit weiteren Autorinnen und Autoren ausgebaut.

  • Der Jahresbeginn war Paul Heinrich vorbehalten, der mit seinem Debüt in 2008 die Kritiker überraschte. Seine aktuellen Gedichte erschienen im Januar 2009 unter dem Titel TELLERRANDWÄRTS. Es ist die Suche, die Sprache wiederzufinden angesichts all der Ungeheuerlichkeiten, die um uns geschehen - und der Tage, die wir übersehen.
  • Mit dem ironischen Roman "Der Buchmesser" startete der Verlag in 2004. Nach fünf Jahren war es Zeit für eine aktualisierte und stark erweiterte Neuauflage: (DER BUCHMESSER. Reloaded) erschien im Juli 2009 als elfter Titel des Verlages. Der Autor Rainer B. Jogschies hat einen umfangreichen Essay ergänzt, der gerade zum vierzigsten Jahrestag des bundesdeutschen Schriftstellerverbandes VS die derzeitige Lage der Branche kritisch beleuchtet, aus der Innen- und der Außensicht: "Autor verschwindet. Fragen" heißt der amüsante Rundumschlag.
innehalten.jpgBuchmesser_Reloaded_cov.jpgtellerrandwaerts.jpgTomate.jpg
Heinrich´ Gedichte INNE HALTEN Jogschies´ Erzählung BUCHMESSER Heinrich´ Gedichte TELLERRANDWÄRTS Prakken´ Roman TREULOSE TOMATE

Was war 2010 neu im Verlag?

Aller guten Dinge sind drei ...


Das Verlagsjahr 2010 startete im Januar mit einem dritten Gedichtband von Paul Heinrich: NACH TISCH. Nach "tellerrandwärts" (2009) und "inne halten" (2008) ist auch NACH TISCH wieder eine Herausforderung. Denn Paul Heinrich beschreibt Zeile für Zeile, Strophe für Strophe genau, was einem mit der Liebe so alles passieren kann, wie man sich in ihr verliert und sie doch immer wieder findet ...
Fotografiert von Franklin Hollander, Hamburg, Copyright: Nachttischbuch-Verlag, no use without written permission
Nikola Anne Mehlhorn, 2010

Mit der tragischen Erzählung SALZFLUT stellte der Nachttischbuch-Verlag im Februar 2010 erstmals nach sieben Jahren Veröffentlichungsstille die Autorin Nikola Anne Mehlhorn wieder vor. Es war nach "Brachmond" (1998, Rospo-Verlag) und "Sternwerdungssage" (2002, Frankfurter Verlagsanstalt) eine lange erwartete, kurze Erzählung. Näheres erfahren Sie  hier.

Und last but not least erschien im Oktober 2010 erneut eine Reportage, die zunächst nicht mehr zeitgemäß zu sein schien, zumal seit kurzem die Bundesregierung still und heimlich alle Steuermittel für den "Zivilschutz" vermeintlich "einspart": "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?" war vor 25 Jahren - also auf dem Höhepunkt der "Friedensbewegung" - ein Erfolg. Die ironische Reportage über die Suche nach einem "Zivilschutzraum" amüsierte das Feuilleton vom STERN bis zum NDR; das Buch wurde als Taschenbuch noch einmal aufgelegt und war seit dem Neunzigern nur noch im Internet zu kriegen. Der Nachttischbuch-Verlag hat es als zweiten Band seiner Reihe |: Reprints nun wiederaufgelegt: Denn auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist das Leben der Bürger deren Politikern offenbar nicht sehr viel wert - die "Notstands-Gesetze" aus den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern wurden jedenfalls nicht geändert; die Beamten der Katastrophe arbeiten immer noch als stünde "der Russe vor der Tür". Die Reportage von Rainer Jogschies, WO, BITTE, GEHT´S ZU MEINEM BUNKER?, liest sich immer noch aufregend - wir wünschten, es wäre anders.
nachTisch.jpgSalzflut.gifBunker_COV.jpg
Heinrich´ Gedichte NACH TISCH Mehlhorn´ Erzählung SALZFLUT Jogschies´ Erzählung BUCHMESSER

Was war denn 2011 das Neueste im Verlag?

Es ging mal wieder in ein "Superwahljahr" - ... und das "Wort des Jahres" wurde: "alternativlos"



Das Verlagsjahr startete im Januar 2011 mit einem spannenden und amüsanten Roman, dem ersten von "Johannes Goettsche", so sein Pseudonym für seinen "Erstling - 2014 gewann er mit seinem zweiten Roman den "Thüringer Krimipreis" auf der Leipziger Buchmesse.

Der Autor - mit richtigem Namen: Dr. Klaus Paffrath - arbeitet als Jurist in einem Ministerium und macht sich auch nach Feierabend so seine Gedanken über Politik. Mühelos erzählt er die - selbstverständlich völlig frei erfundene -  Geschichte von einem dicken Kanzler, der zur Kur in die thüringische Provinz geschickt wird. Dort, im "Tal der Ahnungslosen", kennt ihn keiner - sein "Kanzlerbonus" gilt hier nichts. Das kommt wohl vor. Doch auch in der Hauptstadt Berlin gilt er plötzlich nichts mehr ...

Selten hat ein deutscher Autor so süffisant wie Johannes Goettsche die Berliner Politszene ins Fadenkreuz genommen. Goettsche schreibt wohlinformiert, also doppelt hintergründig.

Was wie ein Stück aus dem Tollhaus wirkt, ist durchaus ernst gemeint und ernst zu nehmen. DER Krimi zum Superwahljahr 2011 und sowieso zum Bundestagswahljahr 2013, KANZLERBONUS kann hier bestellt werden, eigentlich haben Sie keine bessere Wahl, aber es ist durchaus nicht alternativlos. Wir hatten allerdings - durch unsere Illustratorin VANDAM - die Wahl zwischen etlichen Titelbildern. Die vier schönsten sehen Sie unten.
Fotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Gestaltung: VANDAM. Copyright: Nachttischbuch-Verlag 2010/2011, no use without written permissionFotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Gestaltung: VANDAM. Copyright: Nachttischbuch-Verlag 2010/2011, no use without written permissionFotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Gestaltung: VANDAM. Copyright: Nachttischbuch-Verlag 2010/2011, no use without written permissionFotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Gestaltung: VANDAM. Copyright: Nachttischbuch-Verlag 2010/2011, no use without written permission
Cover-Alternative 1 KANZLERBONUS Cover-Alternative 2 KANZLERBONUS Cover-Alternative 3 KANZLERBONUS Cover-Alternative 4 KANZLERBONUS
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Heinrich´ Gedichte HAUSER

Was war denn 2012 das Neueste im Verlag?

Es gab unprosaischen Ärger - und leider nur eine Veröffentlichung



Das Jahr 2012 begann anstrengend: mit kleinlicher Betriebsprüfung einer harschen Finanzbeamtin auf Teilzeit und aus dem Landkreis - und anderem Ärger, den kein Mensch braucht.

Personell und finanziell waren für das Frühjahr 2012 ohnehin keine weiteren Titel geplant. Und dann kam auch noch Pech dazu: Erkrankungen und andere Unzulänglichkeiten. Deshalb konnte erst im Herbst ein neues Buch erscheinen, das vierte von Paul Heinrich..

Nach seiner Trilogie aus inne halten, tellerrandwärts und nach Tisch meldete sich Paul Heinrich nach einer Recherchepause mit dem Gedichtband Hauser  zurück, einer Hommage an das berühmteste Findelkind aller Zeiten. Lesen Sie bitte unbedingt, was da bislang verborgen wurde.



 
Fotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin (no usage without written permission/contact: info@nachttischbuch.de)
Atombunkerbau, Stadtabriss

Was war denn 2013?

Es folgten u.a. medien-kritische Bücher als Diskussionsanreiz ...


Das Jahr 2013 war vornehmlich der Medienkritik gewidmet. Denn inzwischen ist kaum mehr erträglich, was die Rundfunk- und Fernsehanstalten vor sich hinsehen oder Zeitungen voneinander abschreiben.

Der Journalist und Medienkritiker Rainer B. Jogschies nahm die "internationale gartenschau" (igs) und die "Internationale Bauausstellung" (IBA) zum Anlass, vorab beide Events ins rechte Licht zu rücken: Sein Reportage-Band 21 HAMBURG 90 schildert die inzwischen schon wieder rückgebauten Feststätten in ihrem grauen Alltag. In der Nähe einer Gifthalde präsentierte die igs eine heile Blumenwelt; ausgerechnet neben einem fast vollständig durch eine "Sanierung" zerstörten Stadtteil warfen sich Architekten und Städteplaner bei der IBA 2013 in die Brust.

Es ist nicht einmal der Zynismus von jahrzehntelanger politischer Misswirtschaft der regierenden SPD in Hamburg, der solche schamlosen Inszenierungen ermöglicht, sondern vor allem eine Folge der so genannten "Aufmerksamkeitsökonomie der Medien" - mit diesem Begriff wird kaschiert, dass die derzeitige Medienlandschaft ihren Anspruch einer demokratischen Kontrolle längst zugunsten der Unterhaltung aufgegeben hat.

Die unglaublichen Geschichten aus 21 HAMBURG 90 sind wie ein Krimi ineinander verstrickt. Sie erzählen nicht nur von den unfreiwilligen Protagonisten vergangener und vergessener Ereignisse, sondern zeichnen mediales Scheitern detailliert nach; es ist der zweite Band in der Reihe Hermes´ Wege.  Das Buch ist im deutsch- und im englischsprachigen Buchhandel erhältlich:
Hier können Sie das Buch innerhalb Deutschlands bestellen, es wird versandkostenfrei geliefert.

Ab dem Frühjahr 2011 stellte Rainer Jogschies seine Glossen- und Kurzgeschichtensammlung BIS HIERHIN immer wieder auf Bühnen (gemeinsam mit Roland Prakken)  vor: Proben können Sie schon jetzt lesen: schon jetzt lesen.



Fotografiert von Rainer Jogschies, Hamburg, Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin (no usage without written permission/contact: info@nachttischbuch.de)
Stadtabriss in Hamburg, keine Gentrifizierung
Fotografiert von Ben Moser, Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin (no usage without written permission/contact: info@nachttischbuch.de)
Christoph Buggert, 2014

Was kam 2014 denn noch unerwartet Neues?

Ein großer, ein phantastischer Roman!


In der Reihe |: Reprint erschien der Roman Das Pfarrhaus von Christoph Buggert – in einer umstrukturierten Neufassung. Diese entspricht zwar der damaligen Dramaturgie, kommt aber derzeitigen Lesegewohnheiten entgegen. Der deshalb geänderte Titel: Im vierten Zimmer der Zeit.

Christoph Buggert, ehemals Hörspielchef des Hessischen Rundfunks, versammelt in seinem Buch der Entzückungen, so der vorherige Untertitel des Romans, eine Fülle von vermeintlich ausgestorbenen Figuren, von urigen Typen, auch Durchgeknallten und Durchreisenden. Sie sind jedoch die kleinen Helden eines inzwischen geschmähten Alltags, die mit ihrem Büro- oder Eheleben nicht mehr zurechtkommen, so wie Millionen andere auch – doch sie reden miteinander darüber. Oder sie schweigen und lachen sich ins Fäustchen. Wenn ihnen der Autobahnbau quer durch ihre Landschaft zuviel wird, dann wird der Bautrupp umdirigiert, um lieber eine neue Wartburg als touristische Attraktion und Budenzauber zu haben. Oder der Sommer wird mithilfe einer „geodätischen Arbeitsgruppe“ einfach mal um eine Nacht verlängert.

In einer Welt des Glitzerns und des steten Scheins der Medien bringen die Bewohner von Apfeldorf selbst geschaffenes Licht in ihr (und damit auch unser) Dasein. Sie rebellieren und überschreiten ihre Grenzen – und seien es auch bloß die der Physik. Wie kein anderer schwelgt Buggert in einer prächtigen Sprache, die voller Klang und Rhythmus jedweder Profanität Glanz verleiht oder sie der Lächerlichkeit preisgibt. Es verblüfft, wie viel Aktualität sein Text auch nach 25 Jahren noch – oder gerade erst bekommen? – hat.



 

Was kommt denn 2015 noch?

Ein Gedichtband und ein Essay zum Journalismus ...



Nach langen Vorarbeiten ab 2012 erscheint im Frühjahr 2015 endlich  das lange angekündigte Sachbuch Emotainment – Der „Fall Sebnitz“ und die Folgen für den Journalismus. Es sind Fallstudien und ein Plädoyer für einen demokratischen Journalismus des Politikwissenschaftlers Rainer Jogschies.

Das Buch ist teilweise ein Reprint der bereits 2001 veröffentlichten und sofort vergriffenen Fallstudie zur angeblichen Ermordung eines Jungen im Freibad des kleinen Ortes. Die medienkritische Analyse wurde allerdings stark erweitert und mit drei Fallstudien sowie einer Vielzahl von Beispielen aktualisiert sowie im Material umfangreich ergänzt.

Die These des Autors: Der tagesaktuelle Journalismus in der Bundesrepublik hat sich zu sehr vermeintlichen, ökonomischen und publizistischen Zwängen angepasst und das eigene Handwerk krass verschludert. Als Folge sind keine kleinen Korrekturen mehr denkbar, beispielsweise in der akademisierten Ausbildung an Hochschulen. Es ist vielmehr ein demokratischer Aufbruch erforderlich.



Außerdem erscheint demnächst ein weiterer - der fünfte! - Gedichtband von Paul Heinrich. Näheres werden Sie demnächst hier erfahren ...



 

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Im Bett ...

Ein Hinweis von Kurt Tucholsky

"Im Bett soll man nur leichte und unterhaltsame Lektüre zu sich nehmen sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere. wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere Arten aber nicht."
 
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