Blitzkrieg gegen sich selbst

Die Non-Stop-Gesellschaft. Ein Essay

Die Zeit scheint immer schneller als wir. Wie im Märchen vom Hasen und den Igeln ist es oft zu spät für das, was wir tun wollten und noch vorhaben. Nur selten nehmen wir es genau umgedreht wahr.
Was läuft da falsch auf der Uhr, was mit der Zeit, die wir angeblich nicht haben?
Es sind mitnichten deutsche Besonderheiten, die solch klagevollen und selten lustbetonten Umgang mit der Zeit ausmachen. Es geht nahezu unbemerkt um den letzten natürlichen Rohstoff, der auf diesem Planeten noch zu verteilen ist: Die Zeit.
Die anhaltende Diskussion um weitere "Arbeitszeitverkürzungen" beispielweise geht trotz aller Hetze in der Non-Stop-Gesellschaft womöglich an der Sache vorbei; die Forderungen nach einer Verlängerung der (Lebens-)Arbeitszeit sind nicht zuletzt angesichts der gleichzeitigen Arbeitslosigkeitszeit erst recht widersinnig.

Der Stress zuviel Zeit zu haben

Wie Gewerkschaften und Gesellschaft die Muße entdecken könnten

Rainer B. Jogschies hat zusammengefasst und mit Beispielen illustriert, wie Politiker und Gewerkschaften sowie Gestresste und Entspannte aneinander vorbeireden. Urängste Treffen auf Uhrangstmacherei. Ein Essay, der zu vielen Diskussionen anregt.
Dies Buch soll ermutigen, mit dem eigenen Leben behutsam umzugehen, Zeit nicht zu "verschwenden", sich auch nicht "unter Stress" setzen zu lassen von dem allgegenwärtigen Zeit-Druck, der Bestandteil unserer Kultur und Sprache geworden ist.
Der Essay wendet sich an alle Gestressten und ebenso an alle Gelangweilten. Die auseinanderdriftende Diskussion um die "Zeit-Souveränität" einerseits und das "Zeit-Management" andererseits wird fokussiert auf den unzufriedenen Einzelnen. Dazu werden politische Ziele wie eine "Zeit-Verträglichkeitsprüfung" bei Gesetzen und Time-Watcher-Initiativen für Gestresste angeregt.
Gewerkschaften, Parteien und Manager, die sich bisher erfolglos an beiden Reizvokabeln abgearbeitet haben, zählen ebenso zum möglichen Leserkreis. Die aktuellen Auseinandersetzungen um die Verlängerung der Wochenarbeits- und Lebensarbeitszeit werden in einen umfassenden, geschichtlich und philosophisch abgerundeten Zusammenhang gestellt.
 
Erstausgabe, Berlin 2004
Copyright © Nachttischbuch
212 Seiten zu 21,50 Euro
ISBN: 3-937550-01-1

Neue ISBN: 978-3-937550-01-5

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